Daniela Nöllert

Fertigungsoptimierung und Organisationsentwicklung bei der Jenaer Antriebstechnik GmbH (JAT)

Nach einer Berufsausbildung zur Technischen Zeichnerin absolvierte ich ein Aufbaustudium im Maschinen- und Anlagenbau und habe dann einige Jahre in einem Konzern als Maschinenbaukonstrukteurin gearbeitet.

Das starre Konzerndenken und die wenigen Möglichkeiten, mich einzubringen, trieben mich in den Mittelstand. Ich wollte etwas mitgestalten und Menschen für das Ausprobieren von neuen Wegen begeistern. Dabei interessierte mich schon immer die Frage, wie man Menschen jenseits von extrinsischen Motivatoren bewegen kann. Um ein wenig mehr über diese Themen zu erfahren, absolvierte ich ein Fernstudium im Gebiet der Bildungswissenschaften und der Erwachsenenpädagogik.

Vor 4,5 Jahren stand bei der JAT das Thema der Produktionsoptimierung an. Unser Geschäftsführer kannte meine Begeisterung für Neues und fragte mich: Hast du nicht Lust, in der Produktion ein bisschen was auf den Weg zu bringen? Auf meine Frage, was er sich denn so vorstellte, gab es ein: „keine Ahnung. Es muss was vorwärts gehen.“. So verließ ich den geliebten Bereich der Konstruktion und stürzte mich mit Begeisterung auf die grüne Wiese- in mein neues Arbeitsfeld der Fertigungsoptimierung. Schnell wurde klar, es geht bei den Veränderungsthemen auch um Kulturfragen und so hat sich mein Aufgabengebiet inzwischen auf die Organisationsentwicklung erweitert. Die Verknüpfung der technischen Welt und der erwachsenenpädagogischen Perspektive zeigt mir täglich, dass wir die Dinge ganzheitlich betrachten müssen und das starre Strukturdenken uns im Weiterkommen einschränkt.